50 Jahre sind vergangen, seit die ersten Bewohnerinnen und Bewohner das Eilenriedestift zu einem Zuhause – zu IHREM Zuhause – gemacht haben.

Die Idee, „ein großzügig ausgestattetes Altenwohnzentrum (…) zu schaffen“, mit dem Ziel selbstbestimmtes Wohnen mit dem Komfort und Service einer öffentlichen Wohneinrichtung zu verbinden, entstand bereits 1966. Am 31.10.66 bekommt diese Idee einen Namen: der Verein Eilenriede-Stift Altenwohnungen e.V. wird gegründet.

Von Anfang an war den Gründern wichtig, dieses Ziel ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel verwirklichen zu können – und das kommt an. Bereits Ende 1968 sind 50 Prozent der Appartements vermietet. Unter diesen Aspekten war die Rechtsform eines eingetragenen Vereins, mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten, die beste Wahl. In seiner Satzung hat das Eilenriedestift seine soziale Zielsetzung eindeutig festgeschrieben. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit unterstreicht den sozialen Charakter der Einrichtung. Der Vorstand besteht aus sieben gewählten Mitgliedern des Vereins. 2016 wurde Frau Dorothea Pitschnau-Michel von den Vorstandsmitgliedern zur Vorsitzenden gewählt.

Der demografische Wandel und damit einhergehend die steigende Pflegebedürftigkeit der älteren Generation hat auch das Eilenriedestift geprägt. Um den Bedürfnissen der älteren Menschen gerecht zu werden, ist das Eilenriedestift darauf bedacht, das Pflegeangebot stetig anzupassen und zu erweitern. So wurden 2007 Jahren die Hausgemeinschaften gegründet. Sie bieten demenziell erkrankten Menschen ein liebevolles und familiäres Zuhause. Zwei Jahre später wurde die neue Tagespflege im Eilenriedestift eröffnet. Sie bietet jenen, die es benötigen, eine intensivere Betreuung in einer angenehmen und sicheren Atmosphäre. Anfang 2018 wurde der hauseigene ambulante Pflegedienst erweitert. Seitdem können auch ältere Menschen, die (noch) nicht im Eilenriedestift wohnen, die pflegerischen Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Das Eilenriedestift reagierte damit auf den Notstand im ambulanten Pflegesektor.
 
Dem aktiven Leben wird im Eilenriedestift eine große Rolle beigemessen. Neben kulturellen Veranstaltungen, Hobbygruppen und Bewohnerfesten, die das Zusammenkommen und gemeinsame Erleben fördern und bereichern, können sich die Bewohner auch im hauseigenen Schwimmbad, Wellnessbereich und Fitnessstudio aktiv betätigen bzw. ihr gesundheitliches Wohlbefinden positiv beeinflussen.

Seit 2012 zeichnet sich Stiftsdirektorin Susanne Hartsuiker für das Eilenriedestift verantwortlich. Zusammen mit einem engagierten Team aus qualifizierten Mitarbeitern unterschiedlichster Fachrichtungen entwickelt sie das Eilenriedestift beständig weiter, um allen Anforderungen der Zukunft gewachsen zu sein und auch nachfolgenden Seniorengenerationen ein außergewöhnliches Zuhause bieten zu können.

Seit 5 Jahrzehnten bleibt das Eilenriedestift somit seiner Idee vom selbstbestimmten Wohnen treu. Wer hier einzieht, kann sein Leben weiterhin ganz nach seinem Belieben gestalten.

Die Gründerväter (von links): Herr zur Nedden (Stadtverwaltung),  Rudolf Brandes (Architekt), Walter Wülfing (Gründungsmitglied),  Wolfgang Neubelt (Vorsitzender), Otto Müller (Vertrieb), Otto Ledowski (1. Stiftsdirektor), Adolf F. Schütte (Gründungsmitglied), Günter Hallbaum (Gründungsmitglied)